Die Kinder des Prometheus: Eine Geschichte der Menschheit by Hermann Parzinger

By Hermann Parzinger

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Integration und Desintegration der Kulturen im europäischen Mittelalter

"Das hohe reflexive Niveau der Beiträge, die intensiven Überlegungen zu verwendeten Begriffen, methodischen Grundlagen und thematischen Zuschnitten sowie die praktische Umsetzung in Detailstudien lassen den Band zu einer anspruchsvollen und anregenden Lektüre werden. " Kordula Wolf in: H-Soz-u-Kult, November 2011

La modernité désenchantée

C'est avec de nouvelles lunettes que les historiens proposent, depuis les années 1980, de rendre compte d'un XIX e siècle composite, hybride, pluriel, désormais " masqué " par un siècle d'interprétations. Un siècle fait de bouleversements profonds, discontinus, inégalement perçus et vécus, mais décisifs.

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Im Vergleich zu den älteren Australopithecinen weisen Homo erectus-Formen deutlich kleinere Backenzähne auf, was darauf schließen lässt, dass ihre Nahrung überwiegend weichere Bestandteile enthielt: Früchte, Wurzeln, aber auch Fleisch. In der Epoche des Homo erectus dürfte sich endgültig der Wandel des Frühmenschen vom Aasfresser zum Jäger vollzogen haben. Java- und Peking-Mensch — Neue Entdeckungen in Dmanisi und Atapuerca Dem Homo erectus ordnet man heute eine Vielzahl von Fossilienfunden zu, die man früher mit unterschiedlichen Artennamen versehen hat.

Jagenden Menschen sogar günstiger war als dichte Waldlandschaften. Aber Voraussetzungen für seinen Aufenthalt in diesen Regionen waren warme Kleidung, warme Unterkunft und mithin die Beherrschung des Feuers. Wärmere Kleidung und Unterkunft setzte zudem voraus, dass der Mensch in der Lage war, seine Beutetiere zu häuten und die Felle entsprechend zu verarbeiten. Dazu gehörte auch die Fähigkeit, Fellstücke miteinander zu verbinden und auf diese Weise Kleidungsstücke herzustellen. Wie schon erwähnt, weisen Schnittmarken an Tierknochen gelegentlich darauf hin, dass der frühe Mensch offenbar bereits während des Acheuléen die Fertigkeit beherrschte, die Sehnen aus den Tierkörpern zu entfernen, sie zu trocknen und anschließend mit ihrer Hilfe Felle zu Kleidungsstücken oder auch größeren und wintertauglichen Hüttenabdeckungen zu vernähen.

Um diese Darstellung zu schreiben, waren viele Forschungsfelder zu betreten, die bis heute eher schwankenden denn festen Grund bieten. Vor allem aber stellen sie einige Anforderungen an die Material- und Methodenkenntnisse. Dem Leser stehen dabei einige Hilfestellungen zur Seite, die ihm den Weg durch diese prähistorische Globalgeschichte weisen. Die Quellen, die es zu betrachten gilt, um daraus Erkenntnisse über die Lebensverhältnisse unserer frühesten Vorfahren zu gewinnen, bestehen aus Stein, Knochen, Holz, Metall und Keramik, seltener Textilien, weil sich organische Stoffe naturgemäß sehr viel schneller zersetzen als anorganische Materialien, und mithin sind Funde von Skeletten und insbesondere Mumien aus längst vergangenen Epochen außergewöhnliche Glücksfälle; aber auch solchen werden wir in diesem Buch begegnen.

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